DDP ist ein Ethernet SAN System

Am besten lässt sich die DDP-Technologie über das Web-Interface erklären

DDP verwendet ein einziges Dateisystem.

Der Name oben rechts auf der Startseite lautet ddpvolume.

Ddpvolume ist der Name des Single File Systems. Es ist eine Eigenentwicklung speziell für M & E.

Das Single File System hat einen Verzeichnis-/Ordnerbaum, der ebenfalls rechts abgebildet ist. Das Dateisystem verwaltet alle Metadaten und ist getrennt von den Medien.

Wie und wo werden die Medien gespeichert?

Die Medien werden als Rohdaten in Datencontainern gespeichert, die als Data Locations (DL) bezeichnet werden.

Ein oder mehrere RAID- oder Laufwerkssets können eine Data Location sein.

Die Data Locations finden Sie unten links. Das Dateisystem steuert, auf welcher Data Location eine Datei gespeichert wird.

Die Homepage des DDP Web-Interfaces

Die Folder-Volume Seite

Wie kann ein Ordner mit einem Desktop verbunden werden?

Der erste Schritt ist das Hinzufügen von Volume-Eigenschaften zu einem Ordner. Dadurch können diese Ordner als Volumes gemountet werden. Diese werden Folder-Volumes genannt.  Folder-Volumes können auf der Seite für Folder-Volumes erstellt werden. Jedes Verzeichnis/Ordner kann zu einem Folder-Volume gemacht werden.

Wie kann man festlegen, wo eine Datei gespeichert wird?

Dies kann auf der Seite vom Storage Manager durch Auswahl von Data Locations erfolgen.

Die Auswahl kann pro Folder-Volume(s) oder für das ddpvolume erfolgen.

Die Auswahl wird vererbt, kann aber jederzeit geändert werden.

Was geschieht, wenn „balanced“ ausgewählt wird?

Wenn es zwei oder mehr Festplatten (HD) Data Locations gibt, kann „balanced“ ausgewählt werden. In diesem Fall wird die erste Datei auf die ersten Data Location und die zweite Datei auf die zweite Data Location gespeichert. Die Performance für solche Verzeichnisse/Ordner ist die Summe der Bandbreite jeder einzelnen Data Location. Die Suchzeit der Festplatten hat einen starken Einfluss auf die Performance, vor allem wenn kleine Dateien vorhanden sind. Im „Balanced“-Modus hat die Suchzeit weniger starke Auswirkungen, was zu einer viel besseren Leistung führt.

Kann die Auswahl der Folder-Volumes/Data Locations jederzeit geändert werden?

Ja, und zwar ohne dass der Benutzer es merkt. Die nächste Datei landet dann auf der neu gewählten DL. Das Hinzufügen und Auswählen einer DL in Form von HD- oder SSD-Packs oder Speicher-Arrays kann jederzeit erfolgen.  Das Dateisystem und der Verzeichnis-/Ordnerbaum werden davon nicht beeinflusst. Die hinzugefügte DL erscheint unten links. Das Dateisystem kann auch Speicher unterschiedlicher Konfigurationen, Baudaten und Marken integrieren.

Balanced Storage Manager

Cache Storage Manager

Warum sollte man SSD- und HD-Packs in einem DDP kombinieren?

SSDs haben keine Suchzeit. Dadurch wird die Systembandbreite nicht von Dateigröße und Fragmentierung beeinflusst. Ein Hybridsystem (SSD und HD) kombiniert das Beste aus beiden Welten: SSD-Leistung mit HD-Kapazität.

Wie werden SSD- und HD-Packs in das DDP integriert?

Wenn ein SSD-Pack installiert ist, kann seine Data Location als dateibasierter Cache verwendet werden. Dateien, die in den Cache eingespielt werden, werden automatisch auf die HD-Festplatten dupliziert. Dateien, die aus dem Cache entfernt werden, werden dann von den HD-Festplatten gelesen. Intern können Dateien für den Benutzer transparent auf verschiedene Weise zwischen DL’s verschoben, kopiert, dupliziert, (neu) verteilt und konsolidiert werden.

Data Locations

Wie greifen die Desktops auf das DDP zu?

Desktops greifen parallel auf Data Locations zu. Die Data Locations werden über iSCSI gemountet.  Ein Beispiel ist im Festplattendienstprogramm eines Macs zu sehen. Unter Windows ist dies in der Datenträgerverwaltung zu finden.  Je mehr Data Locations, desto höher die Bandbreite.  AVFS ist ein skalierbares Dateisystem, da Kapazität und Bandbreite separat erhöht werden können.

Edit Access-Seite

Wie sieht es mit den Zugriffsrechten aus?

Bei M & E ist ein Zugriffsrecht pro Benutzer oder Gruppe und pro Datei nicht erforderlich. Daher können Benutzer-/Gruppenberechtigungen für Verzeichnisse/Ordner ausgewählt werden. Diese Berechtigungsnachweise können auf der Seite „Edit Access“ im DDP festgelegt werden. Die Benutzernamen können manuell eingegeben oder über Active oder Open Directory oder LDAP bezogen und synchronisiert werden. Die Berechtigungsnachweise der AD-, OD- und LDAP-Benutzer/Gruppen werden mit AD, OD und LDAP abgeglichen.

Quota Seite

Wie sieht es mit Quota aus?

Das Kontingent kann als Eigenschaft eines Folder-Volumes festgelegt und dynamisch geändert werden. Wenn Dateien gelöscht werden, wird die freigewordene Kapazität allgemein verfügbar. Es ist also kein manuelles Verkleinern oder Vergrößern erforderlich. Jede Anwendung, aber insbesondere Avid, profitiert von diesem Quota-Mechanismus. Das liegt daran, dass jedes Folder-Volume ein Avid Media-Dateiverzeichnis enthalten kann und sich somit wie ein Arbeitsbereich verhält.

Was ist mit Spiegelung, Backup, Archivierung und Zustandsüberwachung?

Die vierte Zeile auf der GUI-Startseite zeigt das Archiware P5-Symbol. Archiware P5 ist auf dem DDP installiert und wird mit einer kostenlosen Standard AWB100 Backup-Lizenz geliefert. Diese Lizenz kann gegen andere Lizenzen eingetauscht werden. Diese können Sie bei Ihrem Händler erwerben.

Mit Archiware Synchronise können DDPs lokal oder global identisch gehalten werden (Spiegelung). Archiware Archive dient der Archivierung und Wiederherstellung von Dateien auf und von Festplatten, Bändern und der Cloud. Archiware unterstützt die wichtigsten Cloud-Protokolle. Weitere Informationen finden Sie unter www.archiware.com.

Die Startseite enthält Seiten zur Überwachung des Zustands der RAID-Karte(n) und Festplatten. Die IO des Systems wird im IO-Monitor auf der linken Seite der Homepage überwacht. Auch die langfristige Historie der IO kann überwacht werden, wenn Sie Nagios auswählen. Nagios ist ebenfalls auf dem DDP installiert und steht optional zur Verfügung, um Chassis-Komponenten und eventuelle andere Geräte über SNMP zu überwachen.

Wie funktioniert das Caching?

Der DDP verwendet einen Datei-Level-Cache, einen RAM-Level-Cache und optional einen Block-Level-Cache. Für einen Datei- und Block-Level-Cache ist mindestens ein SSD-Pack erforderlich. Das Dateisystem und seine Metadaten werden im RAM gehalten. Um einen Dateityp oder andere spezifischere Dateiinformationen aus dem Header zu erhalten, muss die Datei geöffnet werden. Um Verzögerungen beim Abrufen von Metadaten aus Datei-Headern zu vermeiden, kann ein Block-Level-Cache konfiguriert werden.

Über den Cache auf Dateiebene hat der Administrator die Kontrolle über das Caching von Dateien pro Folder-Volume(s). Ein Beispiel: In einem DDP mit SSD- und HD-Paketen kann beispielsweise der Ingest in den Cache mit einem Write-Through auf die Festplatten für ein bestimmtes Folder-Volume erfolgen. Gleichzeitig können DPX-Dateien in einem anderen Folder-Volume von Festplatten auf den SSD-Cache gespeichert werden, sobald sie dort benötigt werden.

Der Cache auf Dateiebene ist ein einzigartiges Merkmal des Dateisystems AVFS. Mit dieser Funktion erhält man SSD-Leistung mit HD-Kapazität. In diesem Video wird gezeigt, wie dieses Caching funktioniert:

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Wie können DDPs geclustert werden?

Verschiedene DDPs, selbst von unterschiedlichem Typ und Herstellungsdatum, können geclustert werden, da die Daten jeder Datei in einer einzigen Data Location innerhalb eines DDPs oder eines Speicher-Arrays enthalten sind.

Da AVFS und Daten voneinander getrennt sind, kann auf einem DDP AVFS aktiv sein, während beide DDPs als Data Location Provider fungieren.