5 Gründe Warum Medienunternehmen
In der heutigen Medienlandschaft, in der jede Produktion enorme Datenmengen erzeugt und langfristige Archivierung entscheidend ist, wandelt sich das Mantra „Cloud First“ zunehmend zu „Cloud Smart“.
Auf dieser Seite erläutert David Fox, Informatiker bei Archiware, fünf überzeugende Gründe, warum Medienunternehmen ihre Daten wieder On-Premise betreiben.
Jahrelang klang „ab in die Cloud“ wie die naheliegende Antwort auf jedes Speicherproblem. Sie versprach Einfachheit, Skalierbarkeit und Freiheit von Hardware-Sorgen. Eine Zeit lang funktionierte das auch.
Doch in der Medien- und Entertainment-Branche, in der jede Produktion scheinbar weitere Hunderte Terabyte erzeugt, hat die Realität das Marketing eingeholt.
Die Kosten sind explodiert, Egress-Gebühren schrecken ab, und Compliance-Vorgaben sind anspruchsvoller denn je. Das Pendel schwingt zurück.
Viele Studios und Postproduktionshäuser entdecken erneut die Vorteile einer eigenen Private Cloud und übernehmen wieder die Kontrolle über ihre Speicherstrategie.
Werfen wir einen Blick auf fünf zentrale Gründe.
1. Cloud Smart statt Cloud First
Public-Cloud-Speicher eignet sich hervorragend für Kollaboration, Remote-Workflows und kurzfristige Projekte. Cutter auf verschiedenen Kontinenten teilen Timelines in Sekunden, Produzenten sichten Clips auf dem iPad.
Doch sobald ein Projekt abgeschlossen ist und die Daten über Jahre hinweg aufbewahrt werden müssen, verliert die Cloud deutlich an Attraktivität.
Die Kosten für dauerhaft online gehaltene Terabytes sowie die Egress-Gebühren beim Wiederherstellen von Material summieren sich schnell.
Deshalb lautet der neue Ansatz nicht mehr „Cloud First“, sondern „Cloud Smart“: Die Cloud dort einsetzen, wo sie ihre Stärken hat – und langfristige Assets wieder in eine private Infrastruktur zurückholen, wo Kosten und Kontrolle planbar sind.
2. Planbare Kosten schlagen überraschende Rechnungen
Jeder, der schon einmal eine detaillierte Cloud-Rechnung gesehen hat, kennt dieses Gefühl:
„Wie kann es so viel kosten, unser eigenes Material herunterzuladen?“
Cloud-OPEX beginnt klein, doch mit wachsenden Archiven hören die monatlichen Kosten nie auf.
Private Infrastruktur dreht dieses Modell um: Nach der Investition in eigene Storage-Tiers bleiben die Kosten pro Terabyte über Jahre stabil. Fünfjahresbudgets lassen sich planen – ohne Daumen drücken.
Gerade für Media-&-Entertainment-Unternehmen, deren Projektdaten praktisch nie verschwinden, ist das entscheidend.
4K-, 8K- und Multikamera-Workflows führen schnell zu Petabytes. Langfristig ist es deutlich günstiger, Speicher zu besitzen, als ihn dauerhaft zu mieten
3. Elastizität ist kein Alleinstellungsmerkmal der Cloud
Cloud-Anbieter werben mit „unendlicher Elastizität“ – man zahlt einfach für das, was man nutzt.
Doch auch das Hinzufügen einer weiteren 18- oder 30-TB-LTO-Kassette zu einer Tape-Library skaliert die Kapazität – mit einem entscheidenden Unterschied: Die Kassette gehört Ihnen.
Eine gut geplante LTO-Bibliothek lässt sich nahezu unbegrenzt erweitern, bei minimalen Betriebskosten.
Im Prinzip ist das ebenfalls unendliche Kapazität – nur in ordentlich beschrifteten Kassetten statt in unsichtbaren Rechenzentren. Zudem behalten Sie die volle Kontrolle darüber, wo sich Ihre Daten physisch befinden.
Gerade für Medienarchive ist diese Art von Elastizität ideal: bedarfsgerechtes Wachstum, physische Sicherheit und jederzeitiger Zugriff.
Mit moderner Automatisierung und Software ist dies genauso flexibel wie die Cloud – nur deutlich wirtschaftlicher.
4. LTO + S3: Die Zukunft des Archivs
Für echte Langzeitarchivierung gibt es letztlich nur eine bewährte Lösung: LTO.
Es ist nach wie vor das einzige kosteneffiziente und erprobte Medium für langfristige Archivierung. Disk und Cloud haben ihre Berechtigung, doch keine Lösung erreicht Tape in puncto Haltbarkeit, Kapazität und Kosten pro Terabyte über Jahrzehnte.
Spannend wird es bei der Kombination:
Die Zukunft des Archivs ist kein Entweder-oder zwischen Tape und S3 – sondern beides.
Mit Archiware P5 S3 Object Archive kann eine LTO-Library als S3-Bucket präsentiert werden.
Ihre Bänder werden damit Teil einer privaten Cloud und sind über dasselbe S3-Protokoll zugänglich wie bei Amazon & Co. Jede S3-fähige Anwendung – inklusive MAM-Systemen – kann darauf schreiben.
So entsteht ein On-Premise Object Store mit Cloud-kompatibler API und Workflows.
Das Beste aus zwei Welten: Cloud-Komfort trifft Tape-Ökonomie.
Auf absehbare Zeit bleibt S3 die Schnittstelle und LTO das Medium.
Der Unterschied liegt nur darin, wer das LTO betreibt:
Ein Cloud-Anbieter – oder Sie selbst, oft zu einem Bruchteil der Kosten und mit voller Kontrolle.
5. Hybride Workflows als ausgewogene Strategie
Niemand verabschiedet sich vollständig von der Cloud. Sie bleibt hervorragend für Kollaboration, Compute- und KI-Workloads.
Doch modernes Medienmanagement ist heute hybrid: Daten fließen nahtlos zwischen Cloud- und On-Premise-Ebenen.
Ein typisches Setup könnte so aussehen:
* Hochperformanter lokaler Speicher für laufende Produktionen
* Cloud-Speicher für weltweite Reviews und temporäre Zusammenarbeit
* Abgeschlossene Projekte im privaten LTO-basierten Archiv
MAM-Systeme sind für dieses Modell ideal. Die meisten können jedes S3-Ziel ansprechen – egal ob bei Amazon, Wasabi oder im eigenen Rack.
Für das MAM ist es einfach S3.
Für Sie ist es der Unterschied zwischen dauerhaftem Mieten und echtem Besitz.
Weitere Informationen finden Sie auf der Archiware-Website.
Eine bodenständigere Cloud
On-Premise-Storage ist längst nicht mehr altmodisch. Moderne Private-Cloud-Infrastrukturen verhalten sich wie ihre öffentlichen Pendants:
S3-kompatibler Object Storage, moderne Datenmanagement-Tools – der einzige echte Unterschied ist die Rechnung.
Viele Medienunternehmen erkennen, dass die klügste Cloud-Strategie darin besteht, einen Teil der Cloud wieder nach Hause zu holen.
Das ist umweltfreundlicher, günstiger, schneller beim Restore und deutlich einfacher zu auditieren.
Wer S3-Komfort mit Tape-Ökonomie kombinieren möchte, findet in einer als S3 präsentierten LTO-Library eine elegante Lösung – ganz ohne Konnektivitätsprobleme.
Fazit: Die Zukunft besitzen
Datenrückführung bedeutet nicht, die Cloud abzulehnen.
Es bedeutet, für Daten je nach Workflow, Wert und Lebensdauer den richtigen Ort zu wählen.
Für Medienunternehmen ist Langzeitarchivierung etwas grundlegend anderes als tägliche Produktion.
Sie erfordert Beständigkeit, Planbarkeit und Schutz – vor Cyberrisiken, unerwarteten Kosten und unerwünschter Abhängigkeit.
LTO ist nach wie vor das einzige Medium, das all diese Anforderungen erfüllt.
In Kombination mit dem S3-Protokoll entsteht die ideale Hybridlösung: Cloud-native Zugriffe mit Private-Cloud-Ökonomie.
LTO-Hardware und Archiware-P5-Software bilden eine Lösung, die einmal gekauft und dauerhaft besessen wird.
Keine monatlichen Gebühren. Keine Geiselhaft durch Cloud-Rechnungen.
Die Entscheidung ist einfach:
Sie können weiterhin jemand anderen dafür bezahlen, Ihr LTO zu betreiben – oder Sie betreiben Ihre eigene Private Cloud und lassen sie sich über Jahre hinweg auszahlen.

